Fossilien sammeln auf Kreta


                                              

 

Kostantinos Manolesakis geboren im Dorf  Kavousi Gemeinde Arkadi bei Rethymno geht heute noch mit 93 Jahren auf die Felder und guckt nach merkwürdigen Steinen wie er sagt, er nennt sie Petalides.

Gemeint sind natürlich Fossilien der Familie Echinodermata, um es genau zusagen, es sind Clypeaster in denen Kostantinos irgendwie die Form eines Schmetterlings sieht und als etwas Merkwürdiges, also anders aussehenden Steinen mit Nachhause nimmt.

Wie der Zufall es will ,waren wir an einem herrlichen September Tag, eine Gruppe von vier Personen, auf der Suche nach Fossilien des Miozäns in der Gegend des Dorfes Kavousi.

Durch Zufall trafen wir Herr Manolesakis der vor der Haustür die herrliche Aussicht im Schatten eines Feigenbaumes genoß.

Wir fragten ihm nach Clypeaster, die komischen Steinen die wie Petalides aussehen, und er antwortete prompt, ja ich habe welche im Haus. Ich zeige sie euch und eilte ins Haus. Bald kam er mit zwei Exemplaren wieder und tatsächlich es waren zwei Clypeaster.

Kostantinos erzählte uns daß, er bei den täglichen Spaziergängen immer nach solchen Steinen (Petaloudes)Ausschau hält und ab und zu auch mal Glück hat. Kostantinos Manolesakis ist geboren 1912 in Kavousi und hat an zwei Kriegen teil­genommen.

Mit dem Beginn des zweiten Weltkrieges wurde Kostantinos 1940 an der Grenze zur Albanien abkommandiert, um seine Heimat zu verteidigen.

Nach einer längere Odyssee (fast zwei Jahre) kam er nach Kreta zurück um dort weiter bis Ende des Krieges zu kämpfen.

So Leute, jetzt hole ich euch einen Raki und die Komischen  Clypeaster  könnt ihr behalten.

Wir machten ein paar Bilder mit Kostas (waren schon befreundet) und natürlich auch Bilder der Clypeaster  und gingen weiter auf die Suche nach Petaloudes.

 

 P.S. Die Excursion fand im Rahmen der Palaeontologischen-Spelaeologischen Woche  (23 bis 30 September 2005) des Klubs of  Rethymno.(siehe Berichte über den Besuch der MELIDONI, ZONIANA und DOXA  HÖHLEN).

         

Pascal Sissiou, Oktober 2005